Spotlight 2 - Die Geschichte geht weiter

 

 

 

 

Die Seite Spotlight 2 ist die Fortsetzung der nebenstehenden Rubrik "Spotlight 1". Darin  scheinen die Kapazitäten ausgereizt zu sein. Aber auch auf dieser Seite viel Spaß beim Schmökern.

 



Für viele der Alten-Herren des BSV waren die legendären Sommerparty´s bei Kai und Kerstin Knebel in Podendorf oder auch bei Olaf und Sonja Ernst in Apensen der absolute Highlight des Jahres. Im Anhang ein Foto aus dem Jahre 2007, als die Jungs des BSV Meister in der Leistungsklasse AB 01 in Hamburg wurden.
 
Auf dem Foto Saison 2006/2007 Alte-Herren Buxtehuder SV
Hinten von links: Stefan Behnke, Stefan Schoppenhauer, Thomas Wederhake, Thomas Bossel, Dieter Pape, Thomas Bode, Thorsten Klauke, Karsten Krugmeier, Jeff Lewkiewicz, Holger Bardenhagen, Gottfried Weiss, Thomas Knebel, Christian Sander, Klaus Sieben.
Vorne von links: Thomas Lindow, Rene Klawon, Frank Melchert, Thomas Tetzlaff, Rainer Knebel, Lablu Faruke, Olaf Ernst, Robert Thinius, Ralf Delamotte mit Sohn.
Von Tommy Tetzlaff



2.Altherren Meistermannschaft PSV mit folgender Prominenz:


Stehend:  ?  ,Werner Aldag,Jürgen Rieper(Django),Horst Richter,Hermann Prange,Hein Thies,Jürgen Müller,Dieter Pape,Hansi Steffens,Udo Glasenapp,Dieter Marxs,Joachim Pieplow(Audi)

 

Kniend: Manni Beidatsch,Günter Kuhrt,Olaf Saul,Peter Reuter,Günther Großmann,Heiko Benedicks,Heinz Barkmeyer,Lothar Cordes

 

Liegend Roland Saul

Feiern 1: Diese Männer vom BSV verband eine Jahrzehnte lange Freundschaft, bei der das Feiern nicht zu kurz kam. Es sind zu sehen: Eckardt ?, Dieter Hilmer, Udo Weikart, Hans Kruse, Kalle Holst, Atsche Schwarz und der Hinterkopf von Helmut Peper.

 

Feiern 2: Im Neukloster Forst feierten die BSVer Jürgen Peper, Ede Stellmach, Kalli Schwerdtfeger, Peter Holdschuh, Dieter Obduzinski, Peter Weigand, Jürgen Behring und einige Andere den Vatertag. Die Stimmung war offenbar ausgezeichnet.

 

28.01.2012: Er hütete bei der 2. offenen Stadtmeisterschaft in der Halle Nord das Gehäuse des TSV Buxtehude-Altkloser: Trainer Jürgen Brandt.

Zeitungsausschnitt aus dem Tageblatt aus den Siebziger-Jahren: Keksi Capelle trat mit 6 Jahren in den BSV ein und spielt fast 60 Jahre später immer noch für die Blau-Gelben. Hut ab!

Die Hamburger Auswahl in den Sechzigern. In dieser Mannschaft stehen vier Leute, die auch mal BSVer waren oder es immer noch sind: Ganz links: Rolf Renk (kam aus Harburg zum BSV), 5. von rechts: Peter Manglitz, 3. von rechts: Jürgen Behring und ganz rechts Trainer Dieter Menck, der den BSV von 1967 bis 1969 trainierte.

Sie waren einst das Dream-Team beim TSV Eintracht Immenbeck: Marcus Hirschle, Stefan Lund (Mahler) und Stefan Schwahn. "Hirschli" und "Schwahni" spielten ebenso gemeinsam für den SV Ottensen und brachten die gegnerischen Abwehr-Reihen ins Schwitzen.


1963: Die Reserve des BSV wird nach einem Spiel gegen Normannia Harburg Staffel-Meister. Folgende Personen sind auf dem Foto zu erkennen:

 

Oben von links: H. Wernst, Erich Kronschewski, Günter Schöning, Horst Grenz, Wener Thomsen, Otto Müsing, Eitel Pamplun, Günter Führer, ?, Heinzi Weigand;

unten von links: Adolf Schwarz, Otto Schwarz, Alouis Student, Udo Kaikart.

 

In dieser Szene aus den Sechzigern muss Wolfgang Bauer beim Spiel Urania Hamburg gegen den BSV seinen Mann stehen.


Vorständler Josef Rurup ehrt Jürgen "Piemack" Behring für sein 400. Liga-Spiel im Dress des Buxtehuder SV. Das war aber nicht die ganze Wahrheit, denn der Jubilar spielte schon seit 1966 in der Ersten. Gezählt wurde aber erst ab 1969. Zudem fiel eine große Feier ins Wasser, da es zu dem Zeitpunkt zwischen den Spielern und dem Vorstand Querelen gab.


 

Post SV Buxtehude mit den Größen der damaligen Zeit:

Oben: Heinz Barkmeyer,Dieter Pape,Dieter Marx,Jürgen Müller,Hansi Steffens,Udo Glasenapp,Roland Saul,Manni Beidatsch
Kniend: Olaf Saul,Hermann Prange,Ralf Krause,Heinrich Thies,Michael Flachs,Horst Richters.


An diesem Tag in den Sechzigern wurde beim BSV groß gefeiert. Im Bild zu sehen: Horst Schwalm, Siggi Tzscheetsch, Frank Fohrmann, Peter Fohrmann, Kalli Schwerdtfeger, Kuddel Fohrmann, Jürgen Behring und Eddi Märzke.

 

 

Die Reserve des BSV im Herbst 1957

 

Oben von links: Günter Horn, Günter Führer, Heinz Fell, Jürgen Karges, Gerd Motzovski, Günter Wuttke und Trainer Wilfried Lührs

Unten von links: Adolf Schwarz, Dieter Hilmer, ?, Bernhard Koschorrek, ?, Gerd Fritz

 

Günter Horn und Atsche Schwarz (unten) nahmen am 3. StarClub-Treffen am 14.01.2012 teil.

 

Die Liga-Mannschaft des BSV Mitte der 1970er-Jahre

 

Oben von links: Peter Manglitz, Fieten Bartels, Heiner Holst, Walter Kandelhard, Jürgen Dahle, Kuddel Fohrmann, Harald Klimmek und Trainer Walli Kuse;

 

Unten von links: Frank Fohrmann, Wolfgang Nitschke, Günter Röhrs, Peter Wiechern und Jürgen Behring.

 

Oktober 2010 - Das Legendenspiel

 

Im Oktober 2010 kam es zum Aufeinandertreffen einer Buxtehuder Auswahl älterer Fußballer und der Supersenioren der SG FC St.Pauli/Hansa 11. Bei herrlichstem Oktoberwetter und vor über 100 Zuschauern kam es zu einem tollen Kick. Da die Gäste aus Hamburg nicht genügend Spieler an Bord hatten, half Buxtehude mit 4 Spielern aus. Zwei von ihnen erzielten alle Tore beim 5:2 Sieg der Kiezkicker: Thomas Bode und Stefan Schoppenhauer.

Den Wimpel, der extra anläßlich dieses Spiels geschaffen wurde, war mit allen Buxtehuder Spielernamen bestückt und wurde von Spiel-Organisator Udo Nielsen kreiert.

 


Halbzeit im Buxtehuder Jahnstadion

 

Die Immenbecker Meisterjugend aus 72 (glaube ich)

Stephan Sippli und Ralf Müsing gehören ohne Zweifel zu den Legenden des Buxtehuder Fussballes, wobei
Ralf "Düne" Müsing (Jahrgang 63) heute noch in Immenbecks Ü40 aktiv ist.

 

Von Norbert Will


Die Alte Herren-Mannschaft der Saison 1970/71 ist Meister. Stolz präsentieren sich folgende Spieler der Kamera:

 

Oben von links: Hans Krause, Werner Thomsen, Helmut Meyer, Helmut Peper, Bobby Vieth, Dieter Hilmer, Günter Horn, Günter Wuttke, Wolfgang Bauer, Atsche Schwarz und Rolf Lindhorst.

 

Unten von links: Achim Laband, Putzi Schmidt, Günther Adler und Fr. Preuß.

Dieses Foto wurde ca. vor 34 Jahren (also ca, 1978) auf dem Esteplatz gemacht. Damals spielten wir (das meine ich wörtlich) vorne links... Ernie Knebel, rechts daneben mit dem Rücken zur Kamera... Thomas Tetzlaff und im Hintergrund, sich nach vorne beugend...Holger Buchholz beim TSV Buxtehude/Altkloster. Wir wurden damals von Dieter Knebel trainiert. 

Text von Tommy Tetzlaff

 

06.11.2011: Geballte Kompetenz auf dem Immenbecker Sportplatz "Brune Nath" - von links Michael Rump, Jörg "Iggy" Giesecke und Chef-Coach Chritian Czewerda. Man betrachte die unterschiedliche Kleiderordung.

 

1. Mannschaft des Post SV, die Saison ist leider unbekannt, beim Abschiedsspiel von Udo Glasenapp und Walter Riehs.

 

Trainer Kalle Rother,Udo Nielsen,Hansi Steffens,Emma Schulz,Dieter Pape,Thomas Steffens,Jürgen Müller,Udo Glasenapp, Betreuer H.J.Bardenhagen
Kniend: Thomas Döring,Olaf Saul,Peter Schlosser,Hein Thies,Horst Richters,Heinz Barkmeier,Django Rieper,Walter Riehs,Karl Heinz Lahann.

 

Alle älteren Buxtehuder Fussballer kannten Heinzi Weigand. Er war dem Buxtehuder Fussball eng verbunden und wirkte u.a als Trainer des Post SV und des BSV. Auf dem Foto aus den 1960er-Jahren oben können wir ihn, ganz rechts mit Gitarre, zusammen mit der Liga-Elf des BSV sehen. Leider verstarb er vor einigen Jahren.

 

Uli Mayntz ist der Erste Vorsitzende des TSV Buxtehude-Altkloster und aktiver Schiedsrichter.

Am 13.11.2011 gesehen im Jahnstadion: Frauke Richters, Horst "Hotzi" Richters und Joachim "Audi" Pieplow. Horst Richters ist in der Saison 2011/12 ein sehr erfolgreicher Trainer der A-Jugend des TSV Buxtehude-Altkloster. Audi Pieplow war sehr lange Obmann des Post SV Buxtehude und ist regelmäßig bei den Spielen der Schwarz-Gelben.

 

Der junge Mann dort links am Kartentisch ist Eddy Märzke. Er wirkte viele Jahre als Mäzen, Betreuer, Manager und sogar als Stadionsprecher. Seine Ansagen in den 1960er- und 70er Jahren klingen mir heute noch in den Ohren: "Sehr verehrte Sportsfreunde, zum heutigen Punktspiel der Hansa-Staffel zwischen dem Buxtehuder Turn- und Sportverein und dem Harburger Turnerbund heiße ich Sie recht herzlich willkommen. Ich gebe Ihnen jetzt die Mannschaftsaufstellungen bekannt: ............ Der BSV spielt im Tor mit der Nummer Eins Tzscheetsch, mit der Nummer Zwei Fohrmann......etc. Stadionmusik gab es in Buxtehude noch nicht.

 

Aufgeschrieben von Udo Grabner

Post SV Buxtehude 1. Mannschaft in den 1980er-Jahren


 

Stehend von links: Trainer Roland Saul,Olaf Saul,Werner Müller,Frank Klask,Markquard,Dieter Pape,Manfred Grund,Wolfgang Brandt,Betreuer Jochen Lucht.

 

Unten von links:Ingo Jass,Ralf Saul,Kai Knebel, Michael Hahn, Heinz Barkmeier,Charly Knebel,Uwe Neidthardt


1987: Udo Gerrat, Peter Zenker und Gerd Pape (von links) bei einem Spiel einer Buxtehuder Auswahl gegen die Uwe-Seeler-Traditionself im Jahnstadion. Hinten im roten Kapuzen-Pulli: "Rapper" Heinz Sido.

1990: Wilfried "Armin" Dammann, langjähriger Betreuer von Hedendorf II am Rande eines Spiels des VSV in Neuenfelde.

Gesehen beim Hallenturnier des BSV am 26.12.2011

Kalle Löhden - früher BSV und VSV.

Dirk Ropers - für ihn gab und gibt es nur den VSV Hedendorf-Neukloster.

Nikki Nitschke - Ein alter BSVer, der nun in Lüneburg bei der Eintracht als Manager tätig ist.

Björn Stobbe und Holger Buchholz - Das Trainer-Gespann des Bezirksligisten VSV Hedendorf-Neukloster in der Saison 2011/12.

Frank Bellmann - absolvierte fast 800 Spiele für den SV Ottensen (Stand 26.12.2011).

Der BSV in den frühen Sechziger-Jahren

Obere Reihe von links: Henning Rückert, ?, ?, Heiner Krugmeier, Walter Kandelhard, Peter Fohrmann, Kalli Schwerdtfeger und Fieten Bartels

Unten von links: Achim Laband, Goffel Schier, Putzi Schmidt, Wolfgang Bauer und Dieter Obduzinski.

 

Die BSV-Knaben von rechts: Jörg Tobaben, Uli Heinsen, Rainer Störtenbecker, Claus Meier, Udo Grabner, Uwe Gerken, Rainer Schulz, Ralf Krause, Harald Klimmek, Hermann Augustin, Adi Steffens und Horst Meggers. Links Jahn Wilhelmsburg.

 

Ca. 1966: Hier sehen wir eine geschlagene BSV-Knabenmannschaft. An diesem Tag verloren wir ein Pokal-Endspiel gegen Jahn Wilhelmsburg mit 0:3. Zu dieser Zeit veranstaltete der Harburger TB jährlich ein großes Turnier für Knaben-und Schülermannschaften. Mehrmals pro Woche fuhren wir im Bus zur Jahnhöhe. In dem Jahr waren wir besonders gut drauf. Ich weiß noch, dass ich im Halbfinale meinen ersten Elfmeter hielt. Niemand kann sich vorstellen wie stolz und glücklich ich war, dass mir das gelungen war. Nachdem wir dieses Spiel dann auch wirklich gewonnen hatten und die Final-Teilnahme fest stand, kletterte ich Freude strahlend in den Bus, in dem schon die Schüler-Mannschaft Platz genommen hatte, weil sie eher fertig war. Kaum hatte ich das Fahrzeug betreten kamen aus der letzten Reihe klare Ansagen: "Ey Grabner, brauchst gar nicht so zu grinsen, nur weil Du deinen Elfer gehalten hast". Wumms!!! Man war wieder auf dem Boden der Tatsachen. Ich begab mich auf einen Platz (lieber weiter vorne) und verhielt mich still. Die Tage bis zum Finale wollten nicht vergehen. Unerträglich die Spannung, mit der wir auf dieses Ereignis schauten. Dann war es endlich soweit. Gegen eine traditionell starke Jahn-Elf aus Kirchdorf unterlagen wir allerdings verdient mit 0:3. Wie groß die Enttäuschung von uns Spielern war, spiegelt sich in den Geischtern auf dem Foto wider.


Nachtrag zu Jahn Wilhelmsburg: Dort mussten wir auch diverse Male in unserer Staffel antreten. Wir wurden mindestens einmal von einem Spieler-Spalier mit den Worten "Jetzt kommen die Bauern aus Buxtehude" empfangen. Entsprechend eingeschüchtert holten wir dort nie viel.

 

Aufgeschrieben von Udo Grabner

 

 

 

Mannschaftbild vom TSV Buxtehude/Altkloster aus der Saison 1991/92
 
Obere Reihe von links: Wolfgang Prigge, Sven Ehlers, ?,  Hajrula Lita, Rüdiger Nachname?, Danilo Vorwerk, Holger Bardenhagen, Karsten Bredow, Klaus Horstmann
 
Untere Reihe von links: Tarek Baydoun, Danut Popilar, Ralf Delamotte, ? , Kai Knebel, Bilal Baydoun, Günther Römer, Thomas Knebel, Thomas Tetzlaff, "Skieten" Seemann 



Spielszene im Buxtehuder Jahnstadion, damals noch Jahnplatz genannt ca. 1960. Rechts sieht man das "Sporthäuschen". Dieses Foto verrät, dass der Platz damals quer verlief. Die Zuschauer umsäumten das Geläuf in Scharen. Hinten erkennt man einen Sichtschtz gegen ungeliebte Zaungäste an der Apensener Straße.


Jürgen Kurbjuhn (vierter von rechts) im Trikot des Buxtehduer SV, seines Heimatvereins. Vom Betrachter aus gesehen rechts neben ihm stehen Walter Kandelhard und der unvergessene Fieten Bartels. Unten die damals unzertrennlichen Bauer, Schmidt und Laband.

 

Kurzportrait von Kubbi aus Wikepedia

Buxtehuder SV, bis 1960

Jürgen "Kubbi" Kurbjuhn wuchs nach der Vertreibung im Buxtehuder Stadtteil Altkloster auf und schloss sich der Jugendabteilung des Buxtehuder SV an. Als A-Jugendlicher wurde er am 15. Mai 1958 in die DFB-Jugendnationalmannschaft beim Länderspiel in Flensburg gegen Dänemark berufen. Beim 4:2 Erfolg der deutschen Auswahl spielte er an der Seite von Friedel Rausch, Jürgen Sundermann und Willibert Kremer. Mit 19 Jahren debütierte der Amateurfußballer des Buxtehuder SV in der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Amateure beim Länderspiel am 27. Mai 1959 in Siegen gegen England. In diesem Jahr gewann er mit der Hamburger Verbandsauswahl mit 4:1 Toren auch den Länderpokal der Amateure. Bis 1960 folgten noch fünf weitere Berufungen zu den DFB-Amateuren. Zur Runde 1960/61 wechselte er zum neuen Deutschen Fußballmeister Hamburger SV in die Fußball-Oberliga Nord.



Joachim Laband, Fieten Bartels und Wolfgang Bauer beobachten, wie Trainer Erich Rohrschneider einen Pokal an Putzi Schmidt überreicht.


Fünf Fragen an Lutz Hartmann

 

Bei welchen Vereinen hast Du gespielt?

Beim SV Lurup von 1923 e.V.

 

Welche Positionen?

Halb rechts, rechter Läufer, Torwart und Vorstopper.

 

Für welchen Buxtehuder Verein schlägt Dein Herz heute?

Für den Post SV

 

Kannst Du Dich noch an ein Spiel mit Buxtehuder Beteiligung erinnern, an dass Du besonders gerne zurück denkst?

Das war eindeutig das Kreispokal-Endspiel 2008, als Post Güldenstern 2 als krasser Außenseiter bezwang.

 

Welches sonstige Fußball-Ereignis hast Du noch in besonderer Erinnerung?

Die Wasserschlacht von Frankfurt bei der WM 1974, als Deutschland die Polen mit 1:0 besiegte.

 

Spielszene aus der Saison 1981/82. In diesen kleinen Spielberichten sind gleich vier Buxtehuder Mannschaften erwähnt. Neben dem VSV zog auch Weiß-Rot in die 3. Pokalrunde ein. Der auf dem Foto erwähnte Pape ist kein Geringerer als Gerd Pape, der in den 1970er-Jahren auch die Stiefel für den BSV geschnürt hatte. Der aus Finkenwerder stammende Pape spielte u.a. für den damaligen Drittligisten Altona93. In der besagten Saison 1981/82 hatte ich das Glück, noch einmal mit ihm zusammen spielen zu dürfen. Zu dem Zeitpunkt für einen Fußballer schon ein wenig in Jahre gekommen beherrschte er nicht nur den Mittelkreis, sondern bewies sich Woche für Woche als Stimmungskanone. Das war eine Mega-Super-Saison.

 

Aufgeschrieben von Udo Grabner.

 

Dieses Meister-Foto entstand im Jahre 1969

Der BSV war im Jahre 1979 in die 1. Hauptrunde des DFB-Pökals eingezogen und bekam den damalige Erstligisten Bayer Uerdingen zugelost. Am 25.08.79 war es dann soweit. Die Este-Städter unterlagen nach einem guten Spiel mit 0:6. Nebenstehend sehen wir die damalige Eintrittskarte, die so groß war, wie früher die Fahrkarten wenn man mit dem Zug fuhr. Zu der Zeit war es noch nicht wie heute üblich, dass Amateur-Vereine einen Bundesligisten zu Hause empfangen durften. So kam es zu jeder Menge kurioser Begegnungen die man bei Interesse unter fussballdaten.de herausfinden kann. Einige davon habe ich heraus gepickt.

 

HSV-FC 1908 Villingen 6:0

FC Vilshofen-Würzburg04  2:3 n.V.

TSV Ampfing-Bramfelder SV 1:2 n.V.

Der FC St. Pauli unterlag bei den Münchner Löwen mit 0:6.

 

Aufgeschrieben von Udo Grabner

 Oben: Ein Derby-Bericht aus dem Tageblatt aus den 1960er-Jahren.

 

Der Herr links auf dem Foto ist der im oben stehenden Artikel erwähnte VfL-Torhüter Fengler. Er besuchte das Weihnachtsturnier des BSV im Jahre 2011. Dort traf er u.a. auch seinen ehemaligen Torwartkollegen Heiner Koch, der für den BSV von 1967 - 1970 den Kasten hütete. Später spielte auch er für den VfL Stade und für den MTV Hammah.

Auf dem Foto zu sehen sitzend von links: Achim Laband, Putzi Schmidt und Wolfgang Bauer. Der Herr dort hinten hält ein Fläschchen Dornkaat bereit. Alle drei habe ich selbst noch als Kind spielen sehen. Unglaubliche Zeiten.

 

Unten sehen wir Wolfgang Bauer in Aktion. Die Zuschauerränge waren wie in dieser Szene zu dieser Zeit meist dicht besiedelt.

 

18.12.2011: Die Mannschaft des Post SV verfolgt das Vorturnier zum Sparkassen-Cup, der traditionell am 2. Weihnachtstag in der Halle Nord gespielt wird und bis zu 800 Zuschauer zieht. Der Herr in der weißen Jacke ist der Trainer der 3. Herren, Thorsten Wrede, der an diesem Tag das Kommando von Ralf Saul als Chef-Trainer übernahm.

Post-Abeitlungsleiter Ralf Mürmann schuf unten stehende Collage. Sie zeigt die Legenden, die beim allerersten Treffen am 17.06.2011 den Weg ins Gildehaus fanden.

Tommy Tetzlaff berichtet über das Spiel BSV - Hansa Rostock vom 12.07.1997

Moin Udo, im Anhang findest du einen Ausschnitt aus dem Tageblatt vom 14 Juli 1997. Das Endergebnis war nicht 1:8... sondern 1:7 aus der Sicht des BSV.
 
Da fällt mir noch eine kleine Geschichte zu ein: Zur Halbzeit stand es 1:1. Da unsere Kabinen und die der Rostocker nicht weit von einander weg waren, hörte ich aus der Hansa Kabine (lautstark) die Ansage vom Rostock Trainer das seine Spieler sich mehr bewegen sollten. Oder ob sie lieber zu Fuß nach hause gehen wollen. Mit Ewald Lienen war wohl nicht zu Spaßen und so schenkten sie uns in der zweiten Hälfte nur noch 6 Dinger ein, denn unser Torwart Bernd Rückert hielt so einige Bälle fest.
 
Ernie machte, nach einen schönen Pass von Teodore Fici (heute Trainer bei Einigkeit W´burg Bezirksliga Süd) das 1:0 (21.) für den BSV. Den Ausgleich zum 1:1 machte Steffen Baumgart. Thorsten Delissen und Ich spielten in der Abwehr und es kam uns so vor, als ob ein Spiel 3 Stunden dauert. Es war heiß an diesem Tag (gefühlte 45 Grad) und ich war froh, als das Spiel dann endlich vorbei war.
 
Heute spielen immer noch Akteure von 97 für den BSV: Marc-Andre Hennicke 1. Herren / Ernie Knebel, Thorsten Delissen und Thomas Tetzlaff für die Ü40.
 
Lg Tommy Tetzlaff



 

6. Stammtisch am 15.12.2011: von links sehen wir Olaf Saul, Sven Klask, Udo Grabner, Lutz Hartmann, Wolfgang Bauer, Hortst Lehmann und Ralf Anton.

Oliver Herold vom SV Ottensen ist vor der Winterpause der Saison 2011/12 der erfolgreichste Torschütze der 1. Kreisklasse. Seine Mannschaft hat als Tabellen-Dritter noch alle Chancen auf den Aufstieg in die Kreisliga.

 

Das ist die A-Jugend des BSV aus dem Jahre 1987   

Oben von links: Hemeyer, Kastian, Behnke, Hassunizadeh, Krugmeier, Bergmann, Sander, Haumiblau, Holst, Brunckhorst, Zimmermann

Vorne von links: Schwarzer, Timmermann, Böhling, Weiß,  Bode, Boll, Weiß

Ganz vorne: Häußler

 

 

Diese Alte-Herren-Mannschaft des BSV qualifizierte sich im Dezember 2010 für das Haupt-Turnier des Sparkassen-Cup.

08.12.2011: VSV-Trainer Björn Stobbe und der ehmalige Liga-Keeper der Hedendorfer Sascha Scharf machen die Buxtehuder Innenstadt unsicher. Getrunken wurde nur Apfel-Punsch. Es ging anschließend nämlich noch zum Training. Der letzte Aufgalopp vor der Winterpause.

 

In der Spielzeit 2007/08 schaffte die 1. Mannschaft des Post SV Buxtehude die absolute Sensation. Als Mitglied der 3. Kreisklasse holte sie den Kreispokal. Im Halbfinale wurde Kreisligist Estebrügge eleminiert. Im Finale wurde in einem großen Kampf der TuS Güldenstern Stade II, die ebenfalls in der höchsten Stader Spielklasse kickten, besiegt. Udo Nielsen erzählt  häppchenweise vom Weg zum Pokal-Sieg.


Sensation in Wangersen                                                                  

von Udo Nielsen

 

Wie alles begann (Teil 1)

 

Wo auch immer Herr Grabner eines meiner "nachgebauten" Grafiken her hat und mich auf diesem Wege zu einem Bericht animiert, das Bustransferplakat zum Pokalendspiel nach Wangersen im Jahre 2008 bekam nach dem Spiel eine völlig neue Bedeutung. Um der Aufforderung zur Berichterstattung nachzukommen, muss ich allerdings weit, weit ausholen.

 

Im Juni 2004 bat mich der damalige Fussballobmann, Joachim "Audi" Pieplow, die untergegangene Fussballabteilung des Post SV Buxtehude neu zu beleben. Eher ein zwangloses Gespräch unter alten Haudegen, die bereits Ende der 70er Jahre für den Club zusammen spielten. Zuvor bildeten der TSV Buxtehude Altkloster und der Post SV Buxtehude noch eine Gemeinschaft, namens SG Buxtehude 93. An dieser Fusion hatte ich schon Ende der 80er mitgewirkt. Ab 2004 hatte das keinen Bestand mehr, da die Spielgemeinschaften nicht höher spielen sollten als 2. Kreisklasse. Demotivierender ging es nicht, betrachtet man mal heute die Gespräche in der Öffentlichkeit über JSG's, die auf allerhöchstem Niveau kicken sollen.

 

Aus den losen Gedanken, wenigstens 15 Leute beisammen zu kriegen, die mindestens eine Saison lang durchhalten, wurde Konkretes. Bis dato dachte ich, dass ich das nur delegieren und managen werde. Am 14. Juli 2004 kam es dann im Buxtehuder Jahnstadion zur ersten Zusammenkunft von Spielern, die "Audi" per Telefon, E-mail, Zeitungsanzeige und Mundpropaganda eingeladen hatte. Mit dabei war auch Thomas Maretzki, der als Koordinator und Wirtschafter vorgesehen war. Von den anwesenden Spielern kannte ich nur drei. Das war schon sehr ungewöhnlich, da ich ja selbst kein Unbekannter in der Szene war und ich auch etliche Spieler aus der Umgebung kannte. Zudem war ich auch noch Spieler in der Alten Herren des BSV. So schien es mehr als bedröppelnd, das ich mich, genauso wie die Spieler auch, erst einmal vorstellen musste. Diese etwas kuriose Aufgabe übernahm ganz unvoreingenommen der Moderator dieser Veranstaltung, "Audi Pieplow". Zu meiner Überraschung benannte er mich als neuen Trainer der künftigen 1. Herren. Einmal überrannt von vorgefertigten Tatsachen, blieb mir nicht anderes übrig, als das Zepter in die Hand zu nehmen. Zugegeben - ich hatte dem Verein gegenüber auch eine Bringeschuld. In all den Jahren meiner Zugehörigkeit wurde ich vom Club und seinen Verantwortlichen immer gut behandelt. Spielsperren oder Geldstrafen, Trainerlizenzen oder Versicherungshilfen. Immer war der Verein für einen da, wenn man ihn brauchte. Jetzt war es an der Zeit, etwas von dem zurückzugeben, was man bekommen hat. Von nun an sollte sich das für den Post SV noch bezahlt machen und es zeichnete sich für "Audi" ein genialer Schachzug ab. Die erfolgreichste Zeit für die Fussballabteilung des PSV nahm seinen unaufhaltsamen Lauf. Und, obwohl ich schon zwei Mal Trainer dieses Vereins war, belebte es auch meine Vitae.

 

Doch der Reihe nach: Der 14. Juli war, das weiss jeder, der eine Saisonvorbereitung plant, natürlich viel zu spät. Egal, wir fingen an – und zwar gleich am nächsten Tag. Einige Spieler hatten irgendwie das "P" auf der Stirn, wohlwissend, das sie sich freiwillig für den Spielbetrieb meldeten. Ich begann sofort mit meinen Planungen, schrieb ein Konzept, das auf eine halbe DIN A 4 Seite passte und forderte meine Jungs zum ersten Training auf. "Ach du Elend", verbarg es in mir. Was hast du dir da angetan, war mein erster Eindruck. Eine Vielzahl an Mitwirkenden auf dem Trainingsgelände, hatte den Begriff Fussball völlig anders definiert. Erschrocken nach den ersten Übungen, musste ich mein Konzept sofort umschreiben - oder sagen wir mal, den Leuten anders herüber bringen. Ich selbst war schon ein Grobmotoriker, aber was ich jetzt sah! Dafür hatte ich keine Lizenz. Nun ja, die Zeit lief weg, die Spieler blieben. Nur 14 Tage nach unserem ersten Meeting stand Kreispokal gegen den MTV Wangersen an. Ein Ort, der für die Postler noch geschichtsträchtig wurde. Wir verloren zu Hause prompt mit 1:3. Nur 1:3, denn der MTV war damals drei Klassen höher angesiedelt. Keine Sensation, die sollte viel später folgen, aber auch kein Genickbruch. Die Woche darauf ging es zum ersten Mal wieder um Meisterschaftspunkte. Ein "Auswärtsspiel" auf Grandplatz. Der Gegner war kein geringerer, als der Lokalrivale TSV Buxtehude – Altkloster II, und das zum Auftakt.

 

Wie das Spiel ausging und was in den Jahren danach noch so passierte. Demnächst auf dieser Seite.




 

 

Sensation in Wangersen (Teil 2)

von Udo Nielsen

 

Zwei Jahre Leerlauf

 

Nach dem Pokal K.o. hatten wir nun den TSV Buxtehude – Altkloster II vor der Brust. Zum ersten Mal seit 1993 spielte der Post SV wieder um Meisterschaftspunkte. Am Sonntag, den 15. August 2004 kam es nun zum Lokalderby der ganz besonderen Art. Wie schon erwähnt, spielten beide Clubs zuvor noch in einer Spielgemeinschaft. Lange Rede – kurzer Sinn, nach einem 2:1 Halbzeitrückstand gewannen wir das Duell mit 3:2. Ein gewisser Herr Jörg Grote brachte uns auf die Siegerstrasse. Auch die Woche darauf konnten wir ein Auswärtsspiel in Horneburg mit 3:2 für uns entscheiden. Als wir dann am dritten Spieltag mit einen 2:2 gegen Wangersen II. schon auf dem 3. Tabellenplatz waren, schien es so, als würde es von selbst laufen. Doch nach dem Steigflug kommt immer auch eine Landung. Die war zuweilen auch ziemlich hart. Immerhin, die folgenden Niederlagen blieben im Rahmen, doch es sollte auch richtige Klatschen hageln. Neben einer 1:7 Pleite gegen Noki in Action, einem 0:12 in Agathenburg war der absolute Tiefpunkt, die 2:16 Niederlage gegen TuS Oldendorf III - und das auf eigenem Geläuf. Mit einem Torverhältnis 43:81 und immerhin 8 gewonnenen Spielen, waren wir am Ende der ersten Saison mit Platz 9 sogar einstellig angesiedelt. Doch 33 der 81 Gegentore bekamen wir allein im Oktober 2004 eingeschenkt. Das machte nicht wirklich Spass. Bei Halbzeit im Winter konnten wir die ersten Neuzugänge vermelden und es entwickelte sich peu a' peu ein Synergieeffekt. Altherrenspieler, die unverzichtbar waren, wurden nach und nach gegen jüngere ersetzt.

 

Die Saison 05/06 verlief ähnlich, was die Platzierung anging. Wir waren aber schon deutlich besser im Spielrhythmus. Platz 7 hiess es am Ende und das mit einen positiven Torverhältnis. Und wenn wir am allerletzten Spieltag nicht gegen den völlig abgeschlagenen MTV Wangersen II verloren hätten, dann wären wir als 5ter sogar noch aufgestiegen. Stattdessen mussten wir zu Hause eine 1:3 Pleite gegen ein Team hinnehmen, welches bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ein einziges Match gewonnen hatte. Einfach nur bitter. Den TSV Buxtehude Altkloster II liessen wir in dieser Saison schon hinter uns, nämlich genau einen Platz und drei Punkte. Beide Stadtduelle gewannen wir (1:0 und 5:1) und allmählich erweiterte sich der Kreis der Leute, die bei uns mitmachen wollten. So war beispielsweise Ralf Mürmann mit an Bord gekommen, der zunächst als Co–Trainer fungierte, später dann die Abteilung übernommen hatte. Es folgten neue Spieler und auch Funktionäre.

 

Mit Beginn der Spielzeit 06/07 starteten wir, wie immer, mit einem Pokalspiel. Eine derbe 2:10 Heimniederlage gegen den vier Klassen höher spielende FC Mulsum / Kutenholz war erneut das Aus in der ersten Runde. Doch danach bildete sich endlich ein Kader, der konkurrenzfähig werden sollte. Wir verpflichteten Leader, die eine sehr junge Mannschaft auf dem Platz führen konnten. Namen, wie Bojan Stare, Karsten Krüger oder auch Kiti Brunckhorst, um nur einige zu nennen, sollten dem Club technisch / taktische Qualität verleihen. Endlich konnten wir die Philosophie durchziehen, die am Anfang stand. Wenn auch hier und da noch mit angezogener Handbremse gearbeitet wurde, mühsam kristallisierte sich heraus, wer zukünftig Chef im Ring sein wird. Auch ausserhalb des Platzes waren wir besser aufgestellt. Mit Frank Klask und Lutz Hartmann kamen neue Trainer und Betreuer hinzu. Das Team spürte, es wird sich was bewegen. Auch den Gegnern blieb das nicht verborgen. Man merkte förmlich die Unruhe. Die Saison fing aber nicht gut an. Nach der Pokalpleite durften wir gleich am ersten Spieltag aussetzen. Zwei Auswärtspartien folgten in Apensen und Wangersen, die wir mit 4:1 und 6:0 gewannen. Ein Kopf an Kopf Rennen mit SV Drochtersen / Assel V schien sich anzubahnen, die bis zum achten Spieltag die Tabellenspitze behaupteten. Als es dann am 14.10.06 in Drochtersen zum Topspiel des Erstplatzierten (D/A) gegen den Zweiten (PSV) kam, wurde der Tabellenführer in den Schlussminuten gekippt. Bojan Stare erzielte per Freistoss und vor laufender Kamera, den 0:2 Endstand. Diese Spezialität von ihm, hatte knapp 16 Monate später zur Sensation geführt. In den verbleibenden 18 Spielen wurde die Führung nicht mehr abgegeben. Der Topfavorit Drochtersen spielte fortan keine Rolle mehr und Harsefeld III wurde zum stärksten Konkurrenten. Dort mussten wir auch unsere einzige Niederlage jener Saison hinnehmen. In einem sensationellen Spiel, bei dem wir schon 4:1 hinten lagen, auf 4:4 heran kamen, ging letztendlich Harsefeld mit 5:4 als Sieger vom Platz. Sechs der neun Tore fielen innerhalb von sieben Minuten. Harsefelds damaliger Trainer, Michael Polle konnte es kaum fassen, doch am Ende blieb ihm nur der zweite Platz.

 

Als ich Anfang März '07 beruflich für einige Wochen nach Riga (Lettland) musste, verpasste ich einen Sieg meiner Mannschaft gegen Wangersen II, dessen Höhe ich kaum fassen konnte. Lutz Hartmann teilte mir unaufgeregt per Telefon mit (ich befand mich mit einem umgebauten Frachter gerade auf der Ostsee - Höhe Danzig), das wir mit 21:0 gewonnen hatten. Nun war unsere Zeit gekommen. Mit unglaublichen 57 Punkten aus 20 Spielen, 112:18 Toren und 17 Punkten Vorsprung auf den Vizemeister, wurden wir erstmals Meister. Dabei waren uns noch drei Siege mit 21 geschossenen Toren aberkannt worden, weil zwei Mannschaften im Winter abgemeldet wurden. Die 4. Kreisklasse war Geschichte.

 

07/08 - die Saison der Saisons… - wie es weitergeht, gibt es im nächsten Teil.



 

Sensation in Wangersen (Teil 3)

von Udo Nielsen

 

Post SV Buxtehude – vom Loser zum Pokalschreck

 

Nach der unwiderstehlichen Meisterschaft 2007 ging ich mit meiner Mannschaft nun schon in die vierte Saison. In dieser Spielzeit sollte uns der ganze grosse Clou gelingen. Doch fangen wir, wie immer, vorne an - nämlich mit einem Pokalspiel. Nach drei Pokalpleiten, jeweils in der ersten Runde, in den Jahren '04 (1:3 / Wangersen), '05 (0:7 / Grossenwörden) und '06 (2:10 / MuKu), war am 5. August 2007 der Bliedersdorfer SV II zu Gast im Jahnstadion. Zwar waren wir in die 3. Kreisklasse aufgestiegen, doch der Gegner spielte trotzdem noch eine Klasse höher. Wir sollten tatsächlich die Hauptrunde überstehen und erstmals seit der Neugründung wieder ein Achtelfinale erreichen. Das Team aus der Nachbarschaft hatte die Aufgabe etwas zu leicht genommen und verlor prompt mit 2:0. Ein normales Fußballergebnis, wenn da nicht der Klassenunterschied gewesen wäre. Um es vorweg zunehmen, es kam noch dicker für die kommenden Gegner. Zunächst aber hatten wir als Neuling die Aufgabe uns um Punkte zu bemühen, um nicht sofort wieder abzusteigen. Wobei ich nie und nimmer darüber nachgedacht hatte, dass das passieren könnte. Im Gegenteil – ich war davon überzeugt, dass wir auch in dieser Spielklasse ein Wörtchen mitreden werden. Bevor wir am dritten Spieltag aussetzten, hatten wir bei Agathenburg II 10:0 gewonnen, eine Woche später den TuSV Bützfleth II gar mit 11:1 nach Hause geschickt. Stichwort Agathenburg. Vor zwei Jahren noch 12:0 verloren, und nun? An diesem 3. Spieltag verloren wir vorübergehend die Tabellenspitze an den Schwinger SC. Am 20. Spieltag sollte sich das noch einmal wiederholen, aber auch diesmal nur für eine Woche. Der Grund war eine 0:1 Pleite zu Hause gegen eben diesen Gegner, der im Übrigen einige Jahre unser ständiger Verfolger bleiben sollte.

 

Im Oktober '07 folgte das zweite Pokalspiel der Saison. Kein geringer als der TSV Grossenwörden war zu Gast. Ein Team aus der 1. Kreisklasse, das uns zwei Jahre zuvor mit 0:7 hat alt aussehen lassen. Diesmal hagelte es eine 8:1 Niederlage für die Gäste. Da gab es nicht nur Parallelen zum Agatenburg Spiel, sondern auch noch eine Standpauke vom TSV Trainer obendrein, und zwar direkt nach Spielschluss. Es war unglaublich, wir waren schon im Viertelfinale. Wir hatten ein System und das war so einfach, wie das Spiel selbst. Jungs, wie Sascha Matern, der eine sagenhafte Torquote in seinen Jahren beim Post SV hatte, oder der torgefährliche Christian Priepke, der ein unermüdlicher Aufbauspieler war, ebenso wie Benjamin Saul mit seiner unbändigen Dynamik, der das Spiel seines Lebens aber erst noch machen sollte. Darüber hinaus hatten wir Kicker in unseren Reihen, die in der Vergangenheit fälschlicherweise als Ballschlepper bezeichnet wurden. Sie waren ebenfalls sehr erfolgshungrig, technisch / taktisch gut ausgebildet, erledigten die Drecksarbeit und kamen so in den Genuss, aussergewöhnlich zu sein, wenn man das in diesen Niederungen mal sagen darf.

 

Die Meisterschaft lief flott und wir gewannen auch mal Spiele, die du nur gewinnst, das muss man der Fairness halber auch mal erwähnen, wenn du oben stehst. Doch ein Pokalspiel sollte noch vor Weihnachten stattfinden. Im Viertelfinale standen fast nur noch Teams aus der höchsten Klasse des Kreises. Eine völlig normale Sache, aber eben nur fast. Sieben Kreisligisten und der Post SV, aus der 3. Kreisklasse. Da war man schon wer! Nun kam der VfL Stade II am 25. November ins Jahnstadion. Ein Grandplatzspiel auf nassen Grund, deren Verlauf für die Blauen aus der Kreisstadt ein böses Ende nehmen sollte. Nicht, das Stade schlecht war, wir waren besser, gingen humorlos in Führung, was unverständlicherweise von Referee Günter Peters aus Apensen, aberkannt wurde. Dabei leisteten wir uns sogar noch einen verschossen Strafstoss. Der VfL hatte an diesem ungemütlichen Novembertag bei uns nicht wirklich was zu melden, obwohl wir drei Klassen tiefer spielten. Wir waren auch in diesem Match top motiviert. Rechtsverteidiger Manuel Saul, der gerade in einer sehr guten Verfassung war, riss sich das Kreuzband nach genau sieben Minuten. Ein Schock für alle. Die böse Verletzung war schon schlimm genug, aber nun schien die Taktik nicht mehr aufzugehen. Zuschauer, Verantwortliche und insbesondere ich, wurden aber eines Besseren belehrt. Zwar gaben die Stader nach dem Wechsel noch einmal Gas, doch alles lief mehr oder minder pomadig und so musste der VfL als Favorit, nach einem 0:0 Endstand, ins wenig beliebte Elfmeterschiessen. Und für solche Augenblicke hatten wir den ehemaligen Apenser Torwart David Lee Meißner verpflichtet. Ein langer Schlacks, der schon einige Male bewiesen hatte, dass er jeder Zeit einen Unhaltbaren halten kann. Wir hatten ja für alle Fälle schon mal das Treten vom Punkt geübt, auch wenn wir vor dem Match nicht an das Weiterkommen glaubten. Nun war die Chance da, dass genau dieser Keeper uns im Geschäft halten wird. Zunächst verschossen wir selbst einen Elfer. Der Gegner verballerte gleich zwei Dinger und David war das erste Mal der Held. Schlussendlich, ein mehr als gerechter 4:3 Erfolg über den Tabellenvierten der Kreisliga.

 

In der Meisterschaft lief es wie am Schnürchen. Drei Spiele waren im November noch zu absolvieren, alle wurden gewonnen. Unter anderem wieder ein zweistelliges Ergebnis. Diesmal ging der VfL Horneburg III mit 12:0 unter. Herbstmeisterschaft und Weihnachtsfeier verträgt sich bekanntlich sehr gut und man hatte schon jetzt Appetit auf mehr. Auf eine Fortsetzung musste man aber bis Ostern '08 warten. Zu Beginn der Rückrunde kamen wir ganz schlecht aus der Hufe und mussten zunächst eine 2:1 Niederlage in Bützfleth hinnehmen. Wohl gemerkt, die Bützflether, die wir in der Hinrunde noch 11:1 geputzt hatten. Die lange Pause und die ständigen Spielausfälle im Februar und März brachten uns aus dem Rhythmus. Eine 0:1 Heimpleite gegen den Schwinger SC folgte - das war schon besorgniserregend. Doch rechtzeitig vor dem Pokalhalbfinale brachten wir mit dem 4:1 in Himmelpforten endlich wieder drei Punkte mit. Das war so wichtig, wie wir nachher wussten.

 

22. März 2008, es war ein graupelverschneiter Ostersamstag. Der Spitzenreiter aus der Kreisliga, ASC Cranz – Estebrügge kam zum Halbfinale nach Buxtehude. Ein unerwarteter Gast aus Hamburg gab sich ebenfalls die Ehre dabei zu sein. Mein ehemaliger Weggefährte und alter "Spezi", Udo Grabner, wollte es sich nicht nehmen lassen, das ungleiche Duell zu verfolgen. Wir waren nicht so vermessen, dass wir uns lediglich auf den Pokal konzentrierten. Immerhin waren wir auch Tabellenführer, halt nur drei Klassen tiefer. Eine systematische Vorbereitung auf dieses Spiel war dennoch unerlässlich. Vereinsgeschichte hatten wir schon jetzt geschrieben. Nun ging es darum, ob wir das Erlernte auch dauerhaft und uneuphorisch umsetzen. Bereits um 9.30 Uhr hatte ich mein Team zum Frühstück und zur Besprechung in das Buxtehuder "Herzglut" geladen, einem Lokal in der Altstadt. Schiedsrichter Ralf Peikert und seine Assistenten, die wir mit einem sehr üppigen Obstteller und gut sortierten Getränken in ihrer Kabine ausstatteten, liessen beide Mannschaften pünktlich und umrahmt von den Cheerleadern der United Dragons um Birte Wickening, einlaufen. Ein hochdramatisches Pokalspiel um den Einzug ins Finale begann und auch ich hatte das erste Mal eine richtige Gänsehaut.

 

 

Wie das Spiel ausging, verbürgt der Bericht des Buxtehuder Tageblatt. Und nächste Woche im letzten Teil: "Tag der Sensation".





Sensation in Wangersen (Teil 4)

von Udo Nielsen

 

Am Tag der Arbeit

 

Das war ja eigentlich schon die Sensation schlechthin, dass wir den Tabellenführer der Kreisliga ASC Cranz Estebrügge, völlig überraschend im Halbfinale aus dem Pokal geschmissen hatten (2:2 / 7:6 n.E.). Wir waren im Endspiel. Mehr ging ja fast schon gar nicht. Der Underdog aus Buxtehude sollte am 1. Mai 2008 in Wangersen zum Hauptspiel der Pokalfinals antreten. Exakt 40 Tage waren es noch bis dahin. Fünf Wochen, bei denen wir uns erst einmal um die Meisterschaft kümmern mussten. Wir waren ja schließlich Tabellenführer und wollten diesen Platz auch nicht mehr abgeben. Bevor in den Lokalblättern über den Erfolg im Halbfinale berichtet werden konnte, hatten wir nur zwei Tage später ein Nachholspiel beim FC Oste III zu bestreiten. Ganz souverän gewannen wir dort mit 5:1. Nach diesem tollen Erlebnis, war das nicht selbstverständlich. Vor dem grössten Tag in der Verbands – und Vereinsgeschichte sollten aber noch fünf weitere Begegnungen folgen. Die mussten natürlich anständig abgearbeitet werden. Das war im Prinzip auch so. 6:1, 4:2, 2:0, und noch einmal 4:2 – so lauteten die Ergebnisse für uns gegen Freiburg II, Noki, Wiepenkathen II und Harsefeld III. Doch ausgerechnet eine Woche vor dem Spiel der Spiele versagten unseren Kickern die Nerven. Auf eigenem Platz wurden wir vom Namensvetter PSV aus Stade mit 2:0 besiegt. Keine guten Vorrausetzungen.

 

Die Woche vor dem Finale war aufregend für alle. Wir mussten nun dafür sorgen, dass das nicht in negativen Stress überging. Wir trainierten normal, ohne zusätzliche Einheiten. Taktik stand im Vordergrund. Wie schon gegen den ASC, wollten wir unser eigenes Tor möglichst lange sauber halten. Dazu verfeinerten wir unter anderem das Stellungsspiel. Ein Teil der Mannschaft begleitete mich noch zu einem Heimspiel unseres Endspielgegners TuS Güldenstern Stade II, um zu sehen wie die Stader ticken. Ein alter Bekannter war dort Trainer. Manfred "Manni" Drechsel, ein Urgestein des Fussballs, betreute zu diesem Zeitpunkt den Kreisligisten. Ein paar Erkenntnisse konnten wir schon mit nach Hause nehmen, ob diese später ausschlaggebend waren, sei einfach mal dahingestellt. Genau wie der Post SV, gewannen die "Sterne" ihr Halbfinale erst im Elfmeterschiessen gegen den TSV Apensen. Auch in diesem Spiel stand es nach 90 Minuten 2:2 (7:6 n.E.).

 

Der Donnerstagmorgen brach an, ein kalendarischer Doppelfeiertag. Himmelfahrt und 1. Mai (Vatertag & Tag der Arbeit) auf einen Schlag. Wenn das man nicht etwas zu bedeuten hatte. Als Trainer und sportlicher Leiter hatte ich alles, was ich beeinflussen konnte, bis aufs letzte Detail geplant. Minutiös wurde dieser Tag verfasst. 8.30 Uhr war Treffen zum Frühstück. Jeder, der direkt beteiligt war, bekam einen Ablaufplan mit allen Instruktionen, die ich für wichtig hielt. Sogar die Sitzplätze im Bus wurden skizziert und mit einem Foto der jeweiligen Person versehen. Auch die Tischreservierungen am Morgen im "Herzglut" waren exakt bestimmt. Sie hatten immer das Muster der Aufstellung für den Nachmittag. Eine zehnseitige Präsentation via Leinwand und Videobeamer sollte helfen, die richtigen Koordinaten für diesen Tag einzugeben. 23 Offizielle Postler kamen in einheitlichen und nagelneuen Trainingsanzügen zum Treffpunkt. Nach einem sehr guten Buffet und einer unmissverständlichen Ansage wurde ab 10.30 Uhr Mittagsruhe verordnet. Die Spieler Christian Priepke und Sascha Matern zogen es vor, sich in eine nahe gelegene Kirche zu begeben, um ein positives Schicksal herbeizurufen. Das taten sie auch schon vor dem Halbfinale. Ab 12.45 Uhr setzte sich der gecharterte Bus mit nervösen Spielern und hoffnungsvollen Fans in Bewegung. Vom Buxtehuder Schafmarkt aus chauffierte uns kein geringerer, als der heutige Trainer der Ligamannschaft, Ralf Saul ins 22 Kilometer entfernte Wangersen. Am Ort des Geschehens angekommen, mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass sich eine Zeitverzögerung aufgebaut hatte. Für die Psyche der Spieler war das nicht förderlich. Sie waren sehr angespannt. Um ein wenig dieser Spannung herauszunehmen, beobachteten wir noch einen Teil der vorangegangen Partie.

 

Es folgte die Kabinenzeit. Extra für dieses Spiel hatte Ralf Mürmann, seines Zeichen Abteilungsleiter des Post SV Buxtehude, dafür gesorgt, das die Mannschaft eine neue Spielkleidung bekam. 18 x ganz in Weiß, 2 x Torhüterausrüstung, das sollte ein würdiger Rahmen sein. Es war der Wunsch des Trainers, dass die Mannschaft in der Farbe der Unschuld aufläuft. Darüber hinaus zog sich auch Trainer Udo Nielsen um. Der Trainingsanzug wurde gegen einen eleganten, grauen Ausgehanzug getauscht. Diesen hatte er nur kurz zuvor, bei einem beruflichen Einsatz in Englang gekauft. Es war ja ein Feiertag und das sollte auch respektvoll gezeigt werden. Das äussere Erscheinungsbild war schon mal in Topform. Nun ging es an die eigentliche Aufgabe. Nach einem formlosen Gruss und "shake hands" mit Manni Drechsel, ging ich mit meinem Tross zu der, für uns vorgesehenen Trainerbank. Gerd Riemer, einer unser Betreuer hatte die Aufgabe, alles noch einmal zu checken. Der andere Betreuer, Lutz Hartmann wurde als Fanleiter eingesetzt, um unsere zahlreichen Supporters - sagen wir mal - zu beobachten. Und mein damaliger Assistent Frank Klask gab letzte Instruktionen an die Reservebank. Beide Mannschaften waren fertig zum Einlaufen. Es dauerte aber noch weitere zwölf Minuten, ehe beide Teams, eingerahmt von den Buxtehuder Chearleadern und angeführt vom Schiedsrichter Erik Jablonski vom SV Ottensen, aufs Feld kamen. Patrick Schuldt brachte als Reservekapitän sein Team an die Mittellinie, übergab einen Wimpel von uns an den Gegner und einen an den Veranstalter. Diese, nicht unbedeutende Geste hatten wir Güldenstern schon mal voraus. Ich hatte einen kleinen Zeitungsausschnitt aus der Tasche gezogen, den ich Tags zuvor in der Rubrik Horoskop gefunden hatte. In genau 23 Worten war darin beschrieben, das Unmögliche möglich zu machen. Mit insgesamt 25 Minuten Verspätung starteten wir in das unglaublichste Abenteuer unseres Fussballlebens.

 

Von Beginn an hatte der Favorit aus Stade uns im Griff. Einmal mehr zeigte sich, dass Benjamin Saul, der für das Abwehrzentrum zuständig war, was für ein genialer Spieler er ist. Er hielt seine Kollegen auf Trab, koordinierte jede Situation, griff selber ein, wenn mal nix mehr ging und machte das Spiel seines Lebens. Wir waren fast ausschliesslich damit beschäftigt, den Ball von unserem Tor fernzuhalten. Das gelang nicht immer, dennoch verzettelte sich die TuS ein ums andere Mal. Als Andreas Fischer die Stader nach 26 Minuten mit 1:0 in Führung schoss, hatten die 600 Zuschauer schon ihren Pokalsieger fest gemacht. Aber unsere Pyramidentaktik liess sich noch nicht wirklich knacken. So gingen wir "nur" mit 0:1 in die Pause. Auf dem langen Weg von der Trainerbank bis zur Kabine standen etliche Besucher, die mir und meiner Mannschaft Mut zusprachen, frei nach dem Motto: "Da geht noch was, Jungs". Einige Führungsspieler wollten schon nach dem Wechsel die Defensive lockern und mehr riskieren, was ich noch nicht für sinnvoll gehalten hatte. Um aber nicht noch mehr unter Druck zu geraten, wollten wir die wenigen Ansätze von Angriffsfussball auch zu Ende spielen. Nur sechs Minuten nach dem Wechsel kam es zu einer von zwei Möglichkeiten. Nach einem Eckball von Sascha Kijek, erzielte Christian Priepke völlig überraschend das 1:1 per Kopf. Nun hatten wir endlich den Schwachpunkt beim Gegner ausgemacht, den wir vorher schon besprochen hatten. Standards hiess das Zauberwort. Spielerisch konnten wir nur mässig mithalten – wir brauchten unbedingt Freistösse und Eckbälle, um zum Erfolg zu kommen. Nicht nur wir, auch die Zuschauer spürten, dass etwas in der Luft lag. Und für Güldenstern begann die grosse Flatter. Zu überhastet stürmten sie auf unser Tor, ohne Nutzen daraus zu ziehen. Wesentlich effektiver waren wir. Nachdem der eigentliche Kapitän, Bojan Stare eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt wurde, kam bei uns noch einmal Offensivgeist auf. Zunächst setzte sich Mittelstürmer Sascha Matern gegen drei Mann durch und konnte nur durch ein Foul gebremst werden. Den fälligen Freistoss, etwa 20 Meter vorm dem Tor, legte sich der AltStar(e) zurecht und zog den Ball genau in die Mitte des Tores. Güldensterns Keeper konnte diesen Schuss nur nach vorne wegfausten, wo Fabian Freudenthal und Stephan Plackmeyer warteten, um gemeinsam das Leder über die Linie zu bugsieren. Vier Minuten vor dem offiziellen Schlusspfiff hiess es 2:1 für den krassen Aussenseiter. Eine Sensation bahnte sich an. Wütende Attacken des Tabellensiebten der Kreisliga folgten. Zu allem Überfluss liess Schiedsrichter Jablonski acht Minuten nachspielen und das bei zwei Mann weniger. Bojan Stare und Kiti Brunckhorst mussten nach gelb / roter Karte vorzeitig den Platz verlassen. Einen Treffer erzielte die Drechsel Elf dann doch noch, aber der Assistent an der Linie, Uli Mayntz hatte eine Abseitsposition ausgemacht. Zwölf bange Minuten in Unterzahl, die sich wie eine Ewigkeit anfühlten. Dann der erlösende Abpfiff – und die Geschichte war geschrieben.

 

Was sich dann abspielte, kann man sich gar nicht vorstellen. Unglaubliche Szenen der Freude beim Pokalsieger und noch unglaublichere Momente der Enttäuschung beim Verlierer. Die Mannschaft feierte zwei Tage nonstop mit ihren Fans, mussten aber am Sonntag schon wieder zu einem Meisterschaftsspiel nach Hammah. Für dieses Match wollten sich gleich acht Spieler abmelden. Das ging natürlich überhaupt nicht. Auch nach dieser überschwänglichen Euphorie liessen wir keine Verzerrung im laufenden Wettbewerb zu, gewannen dort mit 4:1 und machten zwei Wochen später das Double gegen Immenbeck II mit 5:1 perfekt. Eine geniale Saison, die lange in Erinnerung bleiben würde, ging zu ENDE.



 

Das sind die Pokal-Helden von Wangersen aus dem Jahre 2008

 

Unglaublich: Das Horoskop von Trainer Udo Nielsen am Tag vor dem Finale.

 

 

Wolfgang Nitschke war 25 Jahre lang der Chef-Trainer des Buxtehuder SV. Nun tourt er im Auftrag des Tageblattes um die Welt und dokumentiert die dortigen Verhältnisse. Der Fussball kommt dabei keinesfalls zu Kurz.

 

Kleider machen Leute

Fünf Fragen an Wolfgang Fick

Bei welchen Vereinen hast Du gespielt? Beim BSV 1954 - 1968. Beim Post SV 1968/69. Bei Eintracht Immenbeck 1969 - 1983 und beim Post SV Stade von 1983 - 1989.

Weitere Funktionen? Seit über 20 Jahren bin ich Betreuer bei der Ü40 der SG Altkloster/Post SV.

Für welchen BuxtehuderVerein schlägt Dein Herz heute? BSV und Post SV.

Kannst Du Dich noch an ein Spiel mit Buxtehuder Beteiligung erinnern, an dass Du besonders gerne zurück denkst? Das war ein Spiel im Jahre 1990 auf der Harburger Jahnhöhe, als der BSV den TSV Wandsbek mit 4:1 bezwang.

Welche sonstigen Fußball-Ereignisse hast Du noch in besonderer Erinnerung? HSV-Burnley im März 1961, HSV-Barcelona im April 1961, HSV-Santos im Mai 1963 und HSV-Real Madrid im April 1980.

Der Chef-Coach des VSV Hedendorf/Neukloster Björn Stobbe legt mit seinem Team eine hervorragende Bezirksliga-Saison 2011/12 hin. Hinter Eintracht Cuxhaven liegt der VSV auf Rang 2, der am Ende zur Relegation berechtigen würde.